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In Märchligen

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Der UrDinkel ist geerntet

Nachdem Dinkel im 20. Jahrhundert fast durchgehend von Weizen verdrängt worden war, erlebt das gesunde Getreide heute eine Renaissance. In der Schweiz erhält die alte Getreidesorte wichtige Unterstützung durch eine Interessengemeinschaft, die IG Dinkel. 

Ganz entscheidend für die Entwicklung der Getreidesorte hierzulande ist die Entwicklung der Marke für echten Schweizer Dinkel: UrDinkel.

Wie die Organisation IG Dinkel schreibt, ist das Logo und die Bezeichnung UrDinkel 1996 von der Interessengemeinschaft Dinkel ins Leben gerufen und als Marke eingetragen worden.

Das dazu verbindliche Pflichtenheft für UrDinkel wurde erarbeitet und seither schrittweise ausgebaut. Die Marke UrDinkel garantiert heute im Wesentlichen folgende Werte:

  • bezeichnet nur alte, nicht mit Weizen gekreuzte Schweizer Dinkelsorten
  • erlaubt den Anbau ausschliesslich auf IP-Suisse und BIO Suisse anerkannten Betrieben
  • garantiert die Herkunft aus angestammten Anbaugebieten
  • steht für Reinheit (toleriert höchstens Spuren von Fremdgetreide, max. 0.9 %)
  • wird auf allen Stufen durch anerkannte Kontrollstellen kontrolliert und zertifiziert

In Märchligen wird jeden Donnerstag UrDinkel verarbeitet. Bäckermeister Ueli Stalder hat dem alten Waschhaus neues Leben eingehaucht. Am Donnerstag zwischen 14 und 16 Uhr werden verschiedene Brote (mehrheitlich aus UrDinkel-Mehl) verkauft. 

Weiter wächst auf dem Hof die alte Getreidesorte auf mehreren Hektaren heran. Im Juli wird der UrDinkel dann geerntet und über die Organisation IP-Suisse vermarktet. Nachdem das Getreide im letzten Jahrhundert fast in Vergessenheit geriet, erlebt es heute zum Glück wieder einen Aufschwung. 

 

Dazu schreibt die IG Dinkel:

 

Niedergang im 20. Jahrhundert

Die Wandlung vom Agrar- zum Industriestaat im 19. Jahrhundert legte die Grundlage für eine veränderte Landwirtschaft. Die Mechanisierung, der Einsatz von Handelsdünger und Pestiziden sowie die gezielte Züchtung von neuen ertragsreicheren Sorten liessen die Ernten wachsen. Weizen gedieh nun ebenso gut im Gebiet nördlich der Alpen und lieferte erst noch höhere Hektarerträge. Der Dinkel entwickelte sich weit weniger rasant. Mit Neuzüchtungen zu Beginn des 20. Jahrhunderts kamen zwar leicht ertragsreichere Sorten auf den Markt, den Siegeszug des pflegeleichteren Weizens vermochten sie aber nicht zu bremsen. Nach über 2000 Jahren Hochkultur drohte der Dinkel am Ende des 20. Jahrhunderts beinahe ganz von der Bildfläche zu verschwinden.

 

Renaissance im 21. Jahrhundert

Dass der Dinkel überlebt hat, ist den Bauern und Müllern in klimatisch benachteiligten Getreidegebieten zu verdanken. Sie waren gezwungen, Qualität vor Quantität zu stellen. Zu Gunsten eines qualitativ hochwertigen Getreides nahmen sie kleinere Erträge und einen grösseren Arbeitsaufwand in Kauf. Aufgeklärte und kritische Konsumenten machen sich zunehmend wieder Gedanken darüber, was sie täglich essen und was ihnen wirklich gut tut.  Dank ihnen wird der Dinkel im 21. Jahrhundert wieder die Bedeutung erlangen, die er während drei Jahrtausenden genossen hat: Das wertvollste Grundnahrungsmittel zu sein, das uns die Natur bietet.


Aktuell

Erleben

 

Erlebnispädagogik ist eine Form der Selbsterfahrung. Wir bieten in Märchligen Events und Kurse für Kinder und Jugendliche an, die sich selbst und andere in einer ungewohnten Umgebung und in neuen, nicht alltäglichen Situationen erleben wollen. So können herausfordernde Situationen und hinderliche Muster aus dem Alltag aus einer anderen Perspektive angegangen und aufgelöst werden. Dazu erleben die jungen Menschen einen engen Kontakt mit Tieren, die ihnen echt und unbeeinflusst begegnen und ihnen helfen, sich selbst und andere besser zu erkennen und dadurch zu verstehen. Der Schlüssel dazu ist immer ein würdigender Umgang miteinander.

 

Geeignet sind die Angebote für Schulklassen, Familien, Sportvereine, KUW-Klassen, Kindergärten und andere kleinere aber auch grössere Gruppen von Kindern und Jugendlichen. Gerne sind wir auch bereit, ein massgeschneidertes Erlebnis für Erwachsene zu gestalten.

5. Hofmarkt

Am Sonntag, 2. Oktober, heisst es bereits zum 5. Mal in Folge Hofmarkt in Märchligen. Wir hatten in den beiden Corona-Jahren jeweils grosses Glück, dass wir den Markt überhaupt durchführen konnten. Heuer organisieren wir allerdings wieder etwas entspannter und hoffen, es bleibt auch so.

 

Natürlich sind auch dieses Jahr wieder ganz viele bekannte Gesichter unter den Standbetreibern. Was wäre ein Hofmarkt ohne Zobi, den Korber? Oder ohne Chäsbrätu? Oder ohne Ueli, unseren Bäckermeister?

 

Wir freuen uns, Sie alle am 2. Oktober ab 10 Uhr in Vordermärchligen begrüssen zu dürfen. Der Hofmarkt ist etwas für Gross und Klein, für alle Tierliebhaber und jene,  die das Handwerk schätzen. Bis bald, in Vordermärchligen!

Das läuft bei uns

Herbstzeit ist Schauzeit!

Zum einen geht es um die Exterieurbeurteilung von Tieren, zum anderen um Traditionen. Beides kann man - wie übrigens alles - hinterfragen.  Wir haben hier eine sehr liberale Haltung. Wir nehmen mit unseren Tieren an diesen Schauen teil, weil es für uns stimmt. Wir haben wenig Ambitionen, weil wir wissen, dass Noten im Alltag keine grosse Relevanz haben. Ob Kühe nun für das Auge perfekte Beine oder etwas krumme Beine haben, spielt keine Rolle. Wichtig ist, dass dieses Bein so gesund ist, dass es der Kuh ermöglicht, viel zu laufen. Unsere Kühe laufen viel. Im Vergleich zu Neuseeländischen Kühen natürlich nicht, aber für Schweizer Verhältnisse sind sie viel unterwegs. Sie verbringen einen grossen Teil ihrer Zeit auf der Weide. Im alten Laufstall, der dank der dicken Mauern auch viele Vorteile hat, müssen sie Stufen laufen. Das lernen sie bereits jung. Das setzt ein sogenannt gutes Fundament voraus. 

Wir freuen uns jeden Tag über unsere Tiere, ob sie nun eine Schau gewinnen oder nicht. Schön ist, wenn man diese Freude an den Tieren teilen darf. Schwierig hingegen ist es, wenn man alles stets verteidigen muss. Das Tragen von Glocken an Schauen oder das Anbinden am Schauplatz und das Transportieren in Anhängern üben wir mit den Tieren. Wir respektieren, dass es Kühe gibt, die keine Treichel tragen mögen. Wir beobachten unsere Tiere! Wir kennen nicht nur ihre Namen, sondern auch ihre Charaktereigenschaften und ihre Bedürfnisse. Gerne erzählen wir von ihnen.