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In Märchligen

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Landwirtschaft verstehen

Landwirtschaft erlernen

In der Landwirtschaft leben

In der Landwirtschaft verstanden werden

In der Landwirtschaft lernen


Märchligen im Reiseführer

Wir leben in einer Welt, von deren Reizen wir geradezu überflutet werden. Das hat leider wenig mit den Reizen dieser Welt, sondern vielmehr mit dem Angebot, das wir Menschen darauf erschaffen haben, zu tun. Insbesondere junge Menschen können zuweilen geradezu überfordert werden damit. Was dann? Was tun, wenn es einem Kind zu viel wird? Und wie merken wir das? Wie erkennen wir an einem Menschen, dass weniger mehr wäre? Welche Signale zeigt ein junger Mensch?

 

Zu viele Reize können ganz unterschiedliche Ursachen haben. Ganz einfach kann man sagen: Es läuft zu viel. Zu viel geht gerne einher mit einer Ermüdung. An uns selbst merken wir, dass etwas zu viel ist oder wird. Wir werden unserem Programm, unseren Aufgaben nicht mehr gerecht, wir vergessen etwas oder wir mögen irgendwann einfach nicht mehr. 

 

Ein Kind zeigt Erschöpfung anders. Sie ist plötzlich einfach da. Sie kommt nicht schleichend, gerne auch ohne Vorwarnung, sie erscheint in einem Moment auf den anderen. Eltern machen sich dann gerne den Vorwurf, warum haben wir das nicht bemerkt? Diese Frage ist berechtigt, aber sie bringt uns nicht weiter. Denn die Antwort auf diese Frage ist obsolet. Die Erschöpfung ist da. Oft sucht man dann den Sündenbock in oder besser gesagt an der Schule. Auch das bringt wenig. Ein Gespräch mit den Lehrpersonen hilft und bringt Verständnis - vielleicht zuweilen auch etwas Entlastung. Am Schulprogramm lässt sich aber wenig ändern. 

Wir müssen die Entlastung andernorts finden.

 

Wir haben immer wieder Kinder auf dem Hof, die in die Erlebnispädagogik kommen, die uns von einem ausgefüllten Tagesprogramm berichten. Sie haben Schule, dann gehen sie ins Ballett oder zum Fussball, spielen Flöte und Klavier, weil sie sich noch nicht richtig entscheiden konnten, sie tanzen, sie haben Nachhilfeunterricht, Jugi und am Mittwoch zwischen drei und vier treffen sie immer ihre Freunde zum Spielen, aber manchmal kommt auch die Grossmutter, die dann auch noch Zeit mit ihrem Enkel verbringen will. Diese Aufzählung ist keineswegs überzeichnet dargestellt, sie bildet lediglich die Realität ab. Fernsehen, Gamen oder Handykonsum kommen noch hinzu.

 

Und dann möchten sie auch noch auf dem Bauernhof helfen. Reiten oder beim Melken helfen, füttern oder misten und mit Tieren spazieren. «Was kann ich jetzt noch machen?», fragen sie jede halbe Stunde etwa dreimal. Wie wäre es mit nichts! Einfach nichts! Mit einer solchen Antwort können Kinder heute schlecht umgehen. Aber manchmal wäre das Nichtstun vielleicht gesund für ihre Seele. Sie hätte Zeit, das Erlebte zu verdauen. 

 

Immer wieder beobachten wir Kinder auf unserem Hof während der Erlebnispädagogik dabei, dass sie Tiere in ihre Arme schliessen. Nicht selten tun sie das mit geschlossenen Augen. Dann sind sie im Fühlen. Es sind Momente des Ankommens bei diesem Tier, das meist einfach dasteht und wartet. 

 

Die Erlebnispädagogik führt Kinder ins Erleben. Sie erleben sich selbst und andere in einer Umgebung möglichst ohne Hektik, ohne Zeitdruck und ganz ohne Zeitgefühl. Tiere haben keine Uhr. Das hilft uns im Umgang mit ihnen. 


Aktuell

Erleben

 

Erlebnispädagogik ist eine Form der Selbsterfahrung. Wir bieten in Märchligen Events und Kurse für Kinder und Jugendliche an, die sich selbst und andere in einer ungewohnten Umgebung und in neuen, nicht alltäglichen Situationen erleben wollen. So können herausfordernde Situationen und hinderliche Muster aus dem Alltag aus einer anderen Perspektive angegangen und aufgelöst werden. Dazu erleben die jungen Menschen einen engen Kontakt mit Tieren, die ihnen echt und unbeeinflusst begegnen und ihnen helfen, sich selbst und andere besser zu erkennen und dadurch zu verstehen. Der Schlüssel dazu ist immer ein würdigender Umgang miteinander.

 

Geeignet sind die Angebote für Schulklassen, Familien, Sportvereine, KUW-Klassen, Kindergärten und andere kleinere aber auch grössere Gruppen von Kindern und Jugendlichen. Gerne sind wir auch bereit, ein massgeschneidertes Erlebnis für Erwachsene zu gestalten.

Der Jahrgang 2022

Hélia, Hope und Cinderella sind Freibergerstutfohlen mit dem Jahrgang 2022. Sie wachsen in Märchligen auf, wobei sie die Sommermonate im Solothurner Jura verbringen werden. Auf der Hinteren Schmiedenmatt werden seit vielen Jahren traditionell Fohlen gesömmert. Auch die Fohlen von Märchligen gehen ein- wie auch zweijährig auf diesen Betrieb. Dort lernen sie sich älteren Fohlen unterzuordnen und erfahren, wie das Leben in grösseren Herden ist. Das Klima ist rauher und die Weiden grösser. Es ist ein anderes Leben als jenes zuhause - die Fohlen profitieren für ihr ganzes Leben davon.

Das läuft bei uns

 

Die Winterzeit ist in Märchligen mit viel Stallarbeit verbunden. Unsere Tiere verbringen die meiste Zeit der Sommermonate draussen auf den Weiden, sofern es die Witterung zulässt. Das Temperaturoptimum für Kühe liegt bei rund vier Grad Celsius. Also gefällt es ihnen derzeit sehr gut. In unseren Breitengraden ist aber eine konstante Haltung draussen nicht möglich. Weder Pferde, noch Milchkühe und nicht einmal die Ziegen können ganzjährig auf der Weide gehalten werden, weil die Grasnarbe durch die teils intensiven Regenfälle sehr leidet. 

Sind die Tiere viel im Stall ist das mit zusätzlicher Arbeit verbunden. Misten, Streuen und Füttern sind wichtige Bestandteile unserer Winterarbeit. Das Besondere am Bauernalltag mit Tieren ist, dass wir sieben Tage pro Woche die gleichen Arbeiten erledigen. Das heisst, es gibt keine Sonntage, die einfach nur freie Zeit erlauben. Die Tiere wollen versorgt sein.